Germanisches Nationalmuseum

Lightpanels in der neu eröffneten Dauerausstellung

Am 15. Oktober wurde die neue Dauerausstellung zur Gründung des Germanischen Nationalmuseums in der Ehrenhalle eröffnet. Den Besuchern präsentiert sich damit auch ein neu eingerichteter Ausstellungsraum, in dem mehrere Lightpanels die Entstehungsgeschichte des Museums beleuchten. Im Mittelpunkt des Raums steht eine Visualisierung des Freskos "Die Öffnung der Gruft Karls des Großens in Aachen durch Otto III" von Wilhelm von Kaulbach. Die Reproduktion des heute zerstörten Gemäldes wird von vier Lightpanel frameless hinterleuchtet und hat eine Gesamtfläche von ca. 3 x 4 Metern. Weitere Lightpanels wurden für die leuchtenden Informationstafeln eingesetzt. Die Eingangshalle des um 1920 errichteten Galeriebaus bildet mit ihrer historisierenden Architektur einen passenden Rahmen für die Darstellung von Gründungsidee und Anfängen des Museums.

 

Lightpanels mit Reproduktion des Kaulbach-Freskos. Im Vordergrund: Lightpanel-Infotafeln. Foto: Dirk Messberger
Blick von oben von der Galerie in die Ehrenhalle. In einer der Vitrinen eingebaut: ein rundes Lightpanel. Foto: Dirk Messberger

Blick frontal in die ehemalige Eingangshalle. Das Fresko besteht aus vier Lightpanels frameless. Foto: Georg Janßen
Germanisches Nationalmuseum in Nürnberg, Haupteingang in der Straße der Menschenrechte. Foto: Dirk Meßberger

Über die Ausstellung 

Seit wann gibt es das Germanische Nationalmuseum? Warum wurde es gegründet und woher stammten die ersten Exponate? Und weshalb heißt es „Germanisches" und nicht „Deutsches" Nationalmuseum? Ein neu eingerichteter Raum in der Dauerausstellung wirft einen Blick zurück auf die Anfänge der Sammeltätigkeit, die Gründungsidee und einige der ersten Ausstellungsstücke. Rund 90 Objekte erläutern in der späthistoristischen, von 1914 bis 1920 errichteten ehemaligen Eingangshalle von German Bestelmeyer, wie alles begann.

Die Gründung des Germanischen Nationalmuseums 1852 geht auf die Initiative des fränkischen Juristen und Altertumsfreundes Hans Freiherr von und zu Aufseß (1801–1872) zurück. Sein Ziel war ein „wohlgeordnetes Generalrepertorium über das ganze Quellenmaterial für die deutsche Geschichte, Literatur und Kunst bis 1650" – wie er es selbst formulierte.

Die in den Ausstellungsraum eingestellte zentrale „Insel" veranschaulicht, mit welcher Idee von Aufseß eine über Daten und Fakten hinausgehende Kulturgeschichte verwirklichen wollte: Zu sehen sind mittelalterliche Armbrustbolzen, der Gipsabguss der romanischen Christussäule im Dom zu Hildesheim, Abschriften historischer Urkunden und Lieder oder Bildreproduktionen von Kunstwerken, die sich im Original woanders befanden.